German International Poetry Slam in Zürich

Vom 19. bis 22. November 2008 fanden im Kulturzentrum Schiffbau, einer Spielstätte des Zürcher Schauspielhauses, und im Jazzklub Moods die 12. Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften statt. Der Veranstalter „Verein SLAM2008“ um Etrit Hasler erwarteten rund 250 Slampoeten und -poetinnen aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, die mit ihren Texten um die Gunst des Schweizer Publikums performten. Ergänzt wurde der Wettbewerb von einem spektakulären Rahmenprogramm (zum Beispiel der Rap-Slam der von Tobias Kunze gewonnen wurde). Ca. 10.000 Besucher und Besucherinnen, darunter rund 120 Schulklassen kamen als Zuschauer.

Und wie es war? Kurz und knapp: „BOAH“. Ein Wort, das alles sagt. „Zürich rockte“ könnte man auch sagen – aber das sind schon wieder zwei Wörter. Und die Schweizer mögen Präzision.  Also belassen wir es bei dem ersteren.  Und verlieren dann doch noch mehr Wörter…

Der diesjährige German International Poetry Slam (aka „National Slam“, aber falsch, da Deutsche, Liechtensteiner, Österreicher und auch die Schweizer Slammer gegeneinander antraten) fand 2008 in Zürich statt. Und was die Jungs dort abfackelten war einfach nur genial. Im Schiffbau waren nicht nur mehrere Säle, eine Disco und eine Poetry Lounge ganz nah zusammen – was genial war, weil man endlich nicht dauernd aneinandervorbeilief und sich nicht traf – nein, auch die komplette Abwicklung lief wie am Schnürchen. Sonderpreise für Slammer & Slam Master bei Getränken, super Essen und auch das mit den Unterkünften war luxuriös organisiert.

Die Sieger nach 4 Tage Dauerslam:

Bleu Broode im U20 Wettstreit

Team LSD (Micha Ebeling, Volker Strübing) die auch schon 2006 gewonnen hatten im Teamwettbewerb, zweite wurden SMAAT (Vorjahressieger)

Champion im Einzel: Sebastian 23 (Bochum), Zweiter: Julian Heun (Berlin).

Augsburg ist mit Nils Rusche und Serkan Erol als Vertreter in den Vorrunden ausgeschieden.

Die nächsten Wettkämpfe finden in Düsseldorf (2009) und im Großraum Bochum/Duisburg/Essen/Oberhausen (2010) statt. Für die Austragung 2011 haben sowohl Hamburg als auch die Region Franken ihren Hut in den Ring geschmissen.

Während 2008 noch jede Stadt zwei Slammer nominieren durfte, wird das in Zukunft nur noch eine Person sein. Dafür wird wieder das Wildcard-System, das zuerst 2007 in Berlin angewandt wurde, wiedereingeführt. Dabei können sich Slammer durch Auftritte und Siege bei nicht-Heimatslams, mit einem ausgeklügelten Punktesystem auf die nächste Teilnehmer-Liste bringen… Teams können sich nach wie vor frei bewerben – sie müssen aber nach wie vor mehrere Auftritte nachweisen.

Eine Fotogalerie befindet sich hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.