Doppelsieg beim zweiten Januar-Slam in 2009

Felix R├Âmer und Dominique RonshausenGleich zwei Poetry Slams gab es in Augsburg im Januar zu erleben. Ganz nebenbei kam auch noch Sarah Hakenberg mit einem gefeierten Soloauftritt nach Augsburg. Viel los also f├╝r Augsburgs Slam Community – und trotzdem konnten keine Erm├╝dungszeichen gesp├╝rt werden. Ganz im Gegenteil – schon wieder platzte die M├╝hle aus allen N├Ąhten, un deinige G├Ąste, die nicht den Vorverkauf genutzt hatten, mussten traurig wieder abziehen. Kein Wunder, denn Hochkar├Ątiges versprach der Abend! Mit Felix R├Âmer (Berlin), Adrienne Bogdan (Witzenhausen) und Dominique Ronashausen (Marburg) und einer genialen Augsburger Poetenrunde gab es wirklich was zu erleben!

Den ersten Block er├Âffnete Nero Kinski mit einem offenen Brief an Ihren Klassenleiter. „Sehr geehrter Herr Kitzler“, hob sie an und beschwerte sich ├╝ber den Namen, den pubertierende Jugendliche die Schamensr├Âte ins Gesicht treibt. „Ist das eine verschl├╝sselte Botschaft, oder was?“ Frei nach diesem Motto k├╝mmerte sich auch Albrecht Rau um das Thema „Frau XYilantis“ und las diverse, nun ja sagen wir mal Liebesgedichte vor. Mit „Ego liebt ich“ bei dem ganz nach Woody Allans Bonmot „Selbstbefriedigung ist Sex mit einem Menschen, den man wirklich liebt“ der Traumpartner man selber ist und „Samstag Nacht“. Ihm folgte Felix R├Âmer. Er performte „Wie ich einmal fast so wie die anderen geworden bin“ – und gottseisgedankt dann doch wieder nicht. Elli Tsoures schloss den ersten Block und las „Die niedliche Geschichte ├╝ber den allerbesten Opa der Welt“. In dieser Story macht sich die Protagonistin mit der „List der Duplomatie“ auf den Weg, den allerbesten Opa der Welt zu finden, damit ihre Oma endlich wieder gl├╝cklich werden kann. Felix R├Âmer wurde ins Finale geklatscht.

Adrienne BogdanDie Marburgerin Dominique Ronshausen startete den zweiten Block. Mit „Einfach nur“ will sie einfach nur die Feundin sein. „Wei├čt Du, wie weit es schon mit uns gekommen ist? Es gibt Erbsen zu Mittag!“ Dabei m├Âchte sie vielmehr der Schokoladengu├č sein… Michael Friedrichs folgte. Er will auch einfach nur Freund sein. Und zwar auf Facebook. Er stellte kurz – nach einem s├╝├čen Gedicht ├╝ber Enkel „Luca“ und Warnhinweisen vor Kindern – seine Facebook-Freunde vor. Sehr am├╝sant! Adrienne Bogdan pr├Ąsentierte aus ihrer „Trilogie der drei lustigen Zwei“ ein Liebesgedicht. „W├Ąhrend Du schliefst / hub ich Goldsch├Ątze aus / … / hab ich ├╝ber uns nachgedacht / und still und leise meine Sachen gepackt“. Heike Tetzner – schon Ewigkeiten nicht mehr beim Augsburger Slam gesehen und dann gleich wieder auf die B├╝hne – rockte einen Punksong „Deutschland ein Winterm├Ąrchen“: „ausgestoibt und ausgehubert / verharzt und verreckt“. Viel Applaus f├╝r Dominique Ronshausen, die ins Finale einzog.

Dominique RonshausenDort traf sie dann auch gleich Felix R├Âmer, mit dem sie sich ein hei├čes Battle lieferte. W├Ąhrend auch er das Freundesthema aufgriff („Freunde,┬á die einem auf den Sack gehen“), brachte Dominique ein Freundschaftsgedicht: „Zeitverdichter“ – gewidmet Felix R├Âmer. „Du Herz-In-Den-Augen-Tr├Ąger!“┬á Tosender Applaus f├╝r beide Slammer. Es war kein Ausklatschen des Ergebnisses m├Âglich – also Doppelsieg f├╝r Felix R├Âmer und Dominique Ronshausen! Gratulation!

  1. Pingback: e-Thieme » Blog Archive » Testosteron gegen Depression

  2. Pingback: e-Thieme » Blog Archive » Modular Slam im Boxring

  3. Wie witzig, dass die beiden zusammen gewonnen haben. Gl├╝ckwunsch! Wer wurde denn beste/r Augsburger/in?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht ver├Âffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr dar├╝ber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.