Doppelsieg beim April-Slam

Gleich vier weitgereiste G├Ąste hatten sich f├╝r den April-Slam des Lauschangriffs in Augsburg angemeldet. Neben Michael Feindler (Berlin), Martin Geier (Wei├čenburg), Luc Spada (Luxemburg) und Carmen Wegge (M├╝nchen) gab es aber auch wieder eine tolle Augsburger Liste, die sich in der ausverkauften Kresslesm├╝hle vom Publikum feiern lassen konnte. Am Ende stand ein Dreierfinale – und ein Doppelsieg.

Den Start machte Steffi S. mit einem lustigb├Âsen Text ├╝ber das Mutterwerden und den Frust, der sich nicht vermeiden l├Ąsst ├╝ber den eigenen K├Ârper, ├╝ber das Alleinerziehen, ├╝ber die M├Ąnnerwelt im generellen und vieles weitere. Michael Feindler punktete zun├Ąchst mit in Augsburg gerade naheliegenden Mixa-Witzen und performte dann sein „Metaphorisches Duell II“ (den ersten Teil hatte er im November 2009 vorgestellt): der Hahnenkampf der beiden Poeten geht also weiter! Albrecht Rau hatte mehrere Gedichte im Gep├Ąck, darunter „Eigentlich“, „Sehnsucht nach einem Land“ und ganz und gar glorreich die Ode an die „Travel Pussy“. Letzter im ersten Block war der Wei├čenburger Martin Geier. Er berichtete in „Kiffererlebnisse II“ von einem megabreiten Abend der dann doch ganz nett im Freibad mit Aussicht auf Sex endet.

Den zweiten Block er├Âffnete Carmen Wegge aus M├╝nchen, die auch die Slam Masterin vom wieder zum Leben erweckten Gr├Âbenzeller Slam ist. Sie performte wundersch├Ân ihr Gedicht „Schicksal“. Michael Friedrichs ├╝berraschte mit einer verschmusten Liebes-Story („Pl├Âtzlich letzter Fr├╝hling“) mit einer pelzigen ├ťberraschung am Ende. Luc Spada, Slammer und Schauspieler, provozierte das Publikum mit „Meine Generation“ – denn sie sei selbstverwirklichungsdebil! Klasse! Letzter im Wettbewerb war Ibrahim Kaya, der sich leider nur mau improvisierend ├╝ber die Zeit rettete.

Das Finale wurde durch die fachkundige Publikumsjury mit Michael Feindler, Carmen Wegge und Luc Spada best├╝ckt. Michael Feindler kaperte Schillers Glocke und hatte einen politischen Text aus ihm gemacht. Carmen Wegge wurde von der Liebe geleitet („Was mich bewegt“) und Luc Spada las das Gedicht „Stockholm“. Eine nervenzerreibende Publikumsentscheidung folgte – hin und her wogten die Applauswellen. Einen eindeutigen Sieger konnte man nicht identifizieren! Also Doppelsieg f├╝r Feindler und Wegge. Gratulation!

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