Max Frisch: Tagebuch 1966-1971

Wiederentdeckung des Monats! Ein normales Tagebuch sieht anders aus: Dieses ist eine Sammlung von Texten über Reisen, von Entwürfen zu Geschichten und ein Fragebogen. Hier werden zunächst einfache Fragen an den Leser gestellt („Lieben Sie jemanden?“) um gleich in der nächsten Frage nachzuhaken („Woraus schließen Sie das?“). Immer wenn man denkt, eine einfach Antwort zu haben, steht man wieder nackt da und ist bloßgestellt. Dieses Tagebuch ist allein schon Pflichlektüre für jeden Mann über 30 – die Skizzen über die „Vereinigung Freitod“ sind scharf beobachtet und nehmen einem die Hoffnung, als Mann überhaupt mit Würde altern zu können.
Suhrkamp, 10.50 Euro

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