Interessensgemeinschaft „Maximilianstraße“ formuliert Forderungen an die Stadt

MaximilianstrasseEine Interessensgemeinschaft Maximilianstraße hat sich gegründet. Mit dabei sind mehrere Hotel- und Ladenbesitzer, Anwohner, Kirchen- und Schulvertreter sowie Mitglieder von diversen Bürgeraktionen (Architekturforum, Interessengemeinschaft Katharinenviertel, Bürgeraktion Obere Stadt Augsburg, Forum Augsburg Lebenswert/Agenda 21). Gleich in der ersten Sitzung am 22.01.2009 wurden brisante Forderungen an die Stadtregierung formuliert und mehrheitlich verabschiedet.

Die bürgerliche Interessengemeinschaft, die von dem Architekten Volker Schafitel (Architekturforum, Bürgerbegehren Königsplatz) und Wolfgang Dossmann (Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Maximilianstraße e.V.) vertreten wird, formulierte folgende Punkte, die bestimmt nicht unwidersprochen bleiben werden:

  1. Die Sanierung der Maximilianstraße auf der aktualisierten Grundlage des ehemaligen „Kaisermeilenkonzepts“ unter Einarbeitung der Ergebnisse aus dem Ideenwettbewerb Innenstadt und den Ergebnissen des Forums Innenstadt Augsburg (FIA) muss 2010 erfolgen. Hierfür werden im Haushalt 2010 entsprechende Mittel eingesetzt. Es müssen dabei alle Möglichkeiten für ein Sanierungsgebiet ausgeschöpft werden.
  2. Die Sperrzeit in der Innenstadt wird spätestens ab Mai 2009 auf die Zeit von 1:00 bis 6:00 verlängert. Zeitgleich sind die Stadtratsbeschlüsse wie Verstärkung der Ordnungskräfte, bessere Reinigung und Verbot des TO-GO-Verkaufs zwischen 1:00 und 6:00 umzusetzen.
  3. Für die künftigen Maxfeste ab 2009 wird ein neues Konzept unter Einbeziehung der Anwohner und Hauseigentümer, des Einzelhandels und der Kulturschaffenden auf der Basis einer Mittelaufstellung der Stände (historische Marktaufstellung) erarbeitet. Eine Abhaltung des Maxfestes zu Lasten des Einzelhandels ohne dass dieser daran partizipiert, wird nicht mehr hingenommen. Die Interessengemeinschaft unterbreitet ihre Vorstellungen CIA, Stadt und den Gastronomiebetrieben und stimmt diese mit allen Beteiligten ab.
  4. Die Hallschule bleibt als Grundschule für den künftigen Bedarf der Innenstadtbewohner erhalten und wird nicht verkauft bzw. als Hotel umgenutzt. Für den Grundschulbetrieb nicht benötigte Unterrichtsflächen werden dem Holbeingymnasium zur Verfügung gestellt.
  5. Die Hallstraße wird in Abstimmung mit dem Wettbewerb Innenstadt verkehrsberuhigt. Der Platzbereich zwischen den Schulen mit Einbindung des Schaezlergartens wird als Campus gestaltet und steht neben schulische Zwecken auch für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung. Hierzu wird 2009 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. (100-Punkte- Programm – Punkt 55) In der Maximilianstraße wurden vom Mittelalter bis heute Märkte und Feste abgehalten.

Die Interessensgemeinschaft führt weiterhin aus: „Die Mittelaufstellung der Marktstände bezog die angrenzenden Geschäfte entlang der Straße in das Marktgeschehen mit ein und grenzte sie nicht aus, wie es beim heutigen Maxstraßenfest der Fall ist. Somit partizipieren auch die Geschäfte an den Märkten und Festen und haben nicht nur die wirtschaftliche Last zu tragen. Schon die alte Reichsstadt nahm damit ihre Verantwortung gegenüber ihren Bürgern und Kaufleuten war. Man sollte meinen, dass dies unter demokratischen Verhältnissen ebenfalls als Selbstverständlichkeit gesehen wird.“

Die Initiative fordert den Stadtrat auf, in der nächsten Sitzung die Forderungen der Interessengemeinschaft zu beschließen. Für die weitere Durchführung wird die Interessengemeinschaft eine Arbeitsgruppe von 3-5 Personen bestimmen, welche die Durchführung beratend begleiten und die Stadtgesellschaft über den weiteren Verlauf informieren will.

Alleine der zweite Punkt (Sperrzeitverkürzung) wird so nicht funktionieren, ohne die ohnehin schon zerstrittene CSU-Fraktion zu spalten. Alleine Stadtrat Leo Dietz, Besitzer von Peaches, Deeds und Corso wird hier bestimmt nicht mit sich reden lassen. Ordnungsreferent Böhm dagegen wird der Vorstoss wohl gefallen, um die Maximilianstraße als Partymeile zu beschneiden.
Es wird spannend…

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