Integration und Kulturpolitik in der vielkulturellen Stadt

Die vielkulturelle Stadt – Zukunftschance oder Krisenherd?
Die  Fähigkeit, mit  gesellschaftlichen  Unterschieden zu leben, ist die Schlüsselfrage des 21. Jahrhunderts“
Stuart Hall
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Die Interkulturelle Akademie Augsburg veranstaltet am 27. und 28. November 2009 in der Neuen Stadtbücherei Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat, der Fachstelle für Integration und interkulturelle Arbeit und der Universität Augsburg, Fach Europäische Ethnologie, die Tagung: „Kunst und Kultur, Migration, Diversity und neuer Kosmopolitismus – Aktuelle Perspektiven der Kulturpolitik und die interkulturelle Öffnung des Kulturbetriebs in der heterogenen Stadt – Theoretische Ansätze und Beispiele von Best Practice“.

Die Tagung verbindet Best Practice Beispiele der Interkulturellen Kulturarbeit mit Expertenvorträgen und Podiumsdiskussionen, die sich mit Chancen und Perspektiven der Kulturpolitik in der vielkulturellen Stadt befassen, darunter auch ein Referat von Frau Prof. Römhild („Die Macht des Ethnischen“, 1998 und „global heimat. Ethnographische Recherchen im transnationalen Frankfurt“, 2003), die zusammen mit Herrn Prof. Vertovec das neue „Integrations- und Diversitätskonzept“ der Stadt Frankfurt angeregt hat.

Ergänzt durch Erfahrungsberichte von KulturamtsleiterInnen aus Nürnberg und Mannheim und der Referatsleiterin für Interkulturelle Kulturarbeit der Staatskanzlei NRW, Frau Ulla Harting, bietet die Tagung Gelegenheit, Migration, Diversity und die notwendigen Veränderungen der kommunalen Kulturarbeit aus Theorie und Praxis zu reflektieren.

Neben Konzepten und Projekten zur Interkulturellen Öffnung von Kultureinrichtungen werden u.a. die Ergebnisse der Sinusmilieustudie für NRW vorgestellt. Die Studie, die die kulturellen Bedarfe von MigrantInnen im Kontext ihrer Milieuzugehörigkeiten abgefragt hat, zeigt, dass ethnisierende Klischees der sozio-kulturellen Wirklichkeit von MigrantInnen im Zuwanderungsland Deutschland nicht gerecht werden können.

Die Tagung richtet sich nicht nur an ein wissenschaftliches Fachpublikum und Studierende, sondern ausdrücklich an alle in der praktischen (inter)kulturellen, jugendkulturellen, sozialen, schulischen und künstlerischen Arbeit Tätigen oder an ihr Interessierten.

Unter www.kresslesmuehle.de/akademie befindet sich ein Programm zu der Tagung.

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