Handy-Strahlung – Funkstille in der Presse über Strahlungsschäden?

HandystrahlenSind jetzt Handies schädlich oder nicht? Wenn man viele Gespräche in Cafés, Restaurants, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fußgängerzonen mitanhören darf, zweifelt man zumindest nicht an einer verdummenden Wirkung. Aber im Ernst – wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtete, deutet erstmals eine Studie darauf hin, dass intensive, langjährige Handy-Nutzung eine seltene Form von Gehirnkrebs (Gliom) fördern könnte.

“Statt einer sachlichen Diskussion folgte ein wildes Durcheinander öffentlicher Meinungen und medialer Darstellungen: Wer sowieso längst überzeugt war, dass Mobilfunk nur ein gefährlicher Freilandversuch am lebenden Menschen ist, sieht sein Weltbild endlich bestätigt. Handyfreunde halten die Studien-Ergebnisse schlicht für unmöglich und suchen krampfhaft nach Schwachstellen.

Die Wissenschaftler selbst erschrecken vor dem Echo ihrer Daten und weisen darauf hin, dass ein normaler und sogar häufiger Gebrauch eines Handys kein erhöhtes Risiko darstellt. Nur mit den reinen Fakten will sich die Öffentlichkeit in Sachen Mobilfunk kaum noch ernsthaft beschäftigen.”
Patrick Illinger in der Süddeutsche Zeitung vom 5.2.

Anscheinend ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Nach einer kurzen Welle der Aufregung ist das Thema anscheinend schon wieder vorbei. In der journalistischen Fachzeitschrift message – Internationale Zeitschrift für Journalismus erschien ein Artikel zum Thema Handystrahlung und der mangelnden Beschäftigung der Medien mit dem Thema.

“Das Thema Handy-Smog wird nicht gänzlich unter den Teppich gekehrt, findet aber in aller Regel nur im Regionalen statt. So berichtete das MDR-Magazin exakt im März 2006 über die thüringische Kleinstadt Steinbach-Hallenberg, in der 17 Menschen innerhalb weniger Jahre an Krebs erkrankt sind – alle wohnen im Hauptstrahl eines Funkmastes. (…) Immerhin, unter der Rubrik “Kurioses” schaffen es Mobilfunkgeschädigte, ins Fernsehen zu kommen, so der ehemalige Funktechniker Ulrich Weiner. Der Mann ist mittlerweile schwer elektrosensibel und fährt in einem Schutzanzug von Funkloch zu Funkloch, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen (MDR 19.11.2004).”
Uwe Krüger in message

Das Thema sollte unbedingt weiter untersucht werden um die letzten Unklarheiten zu klären. Ja, es besteht ein 30%ig höheres Risiko an einer Gehirnkrebsart zu sterben. Aber was bedeutet eine 30%ige Steigerung? Klar ausgedrückt: Wenn bis jetzt jeder millionste Mensch daran stirbt, dann stirbt theoretisch mit der höheren Strahlenbelastung statistisch gesehen dann genau 1.3 Menschen von einer Million. Es besteht also kein Grund zur Hysterie – Handies sind anscheinend keine Massenvernichtungswaffen.

Ruhiger schlafen könnten wir alle, wenn wir wissen würden, was Handies ausrichten. Denn schließlich steht auch auf unseren Nahrungsmitteln, was wir da eigentlich konsumieren.

  1. Hanna Wirth

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider sind wir persönlich, mein Ehemann und ich sehr betroffen von der Tatsache, dass Mobilfunk sich äußerst gefährlich auf die Gesundheit auswirkt.
    In Gegenwart von Personen mit eingeschaltetem Mobiltelefon z. B. fühlen wir uns nach wenigen Minuten nervös, unsicher, bekommen Sprachstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und das Gefühl eines Rausches. Wir mussten schon einige Tätigkeiten deshalb aufgeben und uns bemühen, diesen Einflüssen auszuweichen, da sich die Schäden mit der Häufigkeit des Kontaktes verstärken und die Erholungszeit immer länger wird.Wir können noch nicht genau sagen, ob bereits Dauerschäden entstanden sind.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hanna Wirth

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