AySystem: Mobiler Tausendsassa (und ein halbes Handy “mit mehr drin”…)

Lange war es nur als kleines Modul wenigen Eingeweihten bekannt und wurde nur auf wenigen Messen als Designstudie vorgestellt – jetzt wird es endlich der breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis gebracht: das AySystem. Erstmals auf dem 3GSM World Congress (12. bis 15. Februar 2007 in Barcelona) stellt Siemens Automation and Drives (A&D) die weltweit einsetzbare GSM-/GPRS-Lösung AySystem vor. Diese besteht aus dem Basis-Kommunikationsgerät Ay Terminal und dem Portal AyPilot.com, einem Web-Interface für die zentralen Sicherheits- und Überwachungsanwendungen sowie die Konfiguration und Überwachung der Basisgeräte. Dieses System basiert auf Java-Technologie und eignet sich für Mobilfunk-Anwendungen im privaten Bereich und für Unternehmen zum Schutz von Menschen und zur Überwachung von Objekten.

Drei im Ay-Basisgerät integrierte Sensoren für Temperatur, Lautstärke und eigene Bewegung lösen eine Meldung über ein GSM/GPRS-Mobilfunknetz aus, wenn ein vordefinierter Schwellenwert überschritten ist. Die Einstellungen des Systems lassen sich ferngesteuert über das zugehörige Web-Interface vornehmen, die Messwerte der Sensoren abfragen, darstellen, analysieren und in kundenspezifische Anwendung integrieren. Denkbar sind hier persönliche Alarmsysteme – von Raumüberwachung bis zur Patientenbeobachtung lassen sich viele Ideen realisieren!
Das Basisgerät Ay Terminal ist so groß wie ein Kartenstapel und ausgestattet mit vier berührungssensitiven Funktionstasten, einem als Taste nutzbaren großen Display und einem auch als Sirene einsetzbaren Lautsprecher. Mit einem Tastendruck löst der Nutzer Notrufe aus, als Anruf oder SMS. Eine weitere wichtige Funktion ist die Zwei-Wege-Kommunikation, mit der Telefonate geführt oder auch SMS versendet und empfangen werden. Die Funktionen des Basisgeräts sind über das AyPilot.com-Web-Interface frei einstellbar, Voraussetzung ist ein Internet-Zugang. Alternativ dazu nimmt der Nutzer auch Einstellungen direkt am Gerät über die Bedienknöpfe und das Display vor. Für Anwendungen im professionellen Bereich wird das Gerät bevorzugt zentral konfiguriert und ferngesteuert, eine Konfiguration durch den Nutzer ist nicht erforderlich.

Für kundenspezifische Lösungen kann das modular ausgelegte Basisgerät einfach per Erweiterungsmodul AySnapOn ergänzt und mittels Java-Technologie programmiert werden. Beispiele dafür sind ein GPS-Modul zur Lokalisierung von Personen oder Objekten bzw. eine Kamera zur Erweiterung der Sicherheitsfunktionen. Das Web-Interface AyPilot.com lässt sich einfach an den Bedarf von Unternehmen anpassen, die selbst über drahtlose Kommunikationskomponenten verfügen und eine Serverlösung für die eigenen individuellen Anwendungen suchen.

Die Einsatzmöglichkeiten von AySystem sind vielfältig. Zum einen löst der Ay-Nutzer aufgrund des intuitiv und leicht zu bedienenden Displays und der Funktionstasten schnell und einfach eigene Aktionen über Mobilfunk aus. Es gibt Anwendungen für Kinder, gebrechliche Personen oder auch Wachdienste und Mitarbeiter im Außeneinsatz. Zum anderen bieten die drei integrierten Sensorik-Messgrößen Temperatur, Lautstärke und eigene Bewegung eine große Anwendungsbreite. Diese reicht von der Überwachung einzelner Objekte bis zum Flottenmanagement ganzer Fuhrparks. Durch den Einsatz offener Schnittstellen bietet AySystem dem Mobilfunkbetreiber oder Geschäftskunden kurze Produkteinführungszeiten und niedrige Einstiegs-Investitionen. Zudem ist das System skalierbar – sowohl bei Hardware mit dem SnapOn-Konzept wie auch bei Software per Java-Client-Server-Lösung – und wächst bei steigenden Anforderungen mit.

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