Ars Electronica 2002: Unplugged

Ars Electronica 2002Im österreichischen Linz findet auch diese Jahr das wohl inspirierendste Kunstfestival vom 7. bis 12. September statt. Das Linzer Festival hat mittlerweile einen festen Stamm von einigen Dutzend Augsburger Besuchern und wird bestimmt auch dieses Jahr mit dem Thema “Unplugged” für einige Aufmerksamkeit sorgen.

Unplugged geht von der Faktizität einer global vernetzten Welt aus, der sich auch fern der dominanten Kapitaltriade USA-Europa-Japan niemand entziehen kann (unabhängig davon, wie weit man von der nächsten Steckdose entfernt sein mag). Unplugged widmet sich den blinden Flecken der Globalisierung, jenen Barrieren mentaler wie geografischer Art, an denen der Anschluss und die Teilnahme an dieser globalen Vernetzung und den darüber transportierten Kultur- und Gesellschaftsmodellen nicht möglich, nicht erlaubt oder auch gar nicht gewollt wird.
Ars Electronica als Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft steht in seiner Programmatik für die künstlerische Bearbeitung technologieinduzierter gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen und ist als Festival der zeitgenössischen Kunst von jeher bemüht, diese auch als politische Arbeit sichtbar zu machen. In den künstlerischen wie theoretischen Beiträgen wird sich die Auseinandersetzung mit jenen aktuellen politischen Themenstellungen wieder finden, die durch die politischen Änderungen, die sich tatsächlich auch als Steigerungen von Restriktionen auf Künstler ausgewirkt hat.
Weitere Infos unter www.aec.at/festival2002.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Neuen Szene Augsburg, 09/2002.

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