50 Jahre Kunstförderpreis Augsburg: Gruppe Zeitriss erlebt eine Wiedervereinigung

Anlässlich der Retrospektive zum 50. Jubiläum des Augsburger Kunstförderpreises lesen Jürgen Jäcklin und Gerald Fiebig und ich einen Querschnitt von Texten deutscher und internationaler Autoren, die wir zwischen 1991 und 2001 in der von uns herausgegebenen Literaturzeitschrift Zeitriss – Blätter zur Sprachbewegung veröffentlicht haben. Die Veranstaltung findet am 23.2. um 19.30 Uhr im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast statt.

Seit seinem Bestehen ist der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg an 158 junge Künstler vergeben worden (2006, 2007, 2008 und 2009 durfte ich die Veranstaltung im Goldenen Saal moderieren). Anfänglich als Nachwuchspreis für Bildende Künstler konzipiert, umfasst er mittlerweile fünf Sparten: Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Literatur und Musik. Die Sparte Musik ist wiederum in die Bereiche Interpreten Gesang, Instrumental, Komposition und Jazz gegliedert.

Der Großteil der Preisträger sind Bildende Künstler, an die der Preis seit 1958 vergeben wird. 1970 kam die Sparte Musik hinzu und seit 2005 werden Nachwuchsmusiker der Richtung Jazz unterstützt. 1980 folgten die Sparten Literatur und Architektur. Der Kunstförderpreis der Sparte Ballett wird seit 1987 vergeben. Nur in einem Jahr – 1975 – wurde der Preis aufgrund der wirtschaftlich problematischen Situation der Stadt ausgesetzt. Dieses Jahr plante der Kulturreferent Peter Grab übrigens den Preis aus dem gleichen Grund zu streichen – jedoch wurde er sofort von Protest überrollt und nahm die Ankündigung zurück. An der Förderung von jungen Talenten zu sparen wäre auch zu peinlich gewesen für die Stadt Augsburg.

Zeitriss startete 1991 und war ursprünglich als regionale Publikationsmöglichkeit für junge Augsburger Autoren gedacht. Aber schnell wurde die Literaturzeitschrift zu einem Forum für Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Außerdem erschienen in ihr bald Erstübersetzungen aus mehreren europäischen Sprachen. Die Druckauflage betrug 800 Exemplare bei einer durchschnittlichen Seitenzahl von 56 Seiten. Das Format war DIN A4, schwarz/weiß auf grauem Umweltschutzpapier. Die Zeitschrift erschien bis 1999 dreimal im Jahr, dann nur noch zweimal.

Zur Einstellung der Zeitschrift 2001 führte die zunehmenden Zeitprobleme von uns Redakteuren, die nebenberuflich die Redaktionsarbeit kaum noch stemmen konnten. Die Gruppe Zeitriss erhielt den Kunstförderpreis 1995.

Die Veranstaltung versteht sich auch als nachdrückliches Plädoyer der ehemaligen Redaktion gegen die Abschaffung des Förderpreises. Im Anschluss an die Lesung findet ein von Michael Friedrichs moderiertes Podiumsgespräch statt.

1958 bis 2009 – fünf Sparten – Architektur, Ballett, Bildenden Kunst, Literatur und Musik: 158 Preisträger spiegeln die lebendige Kunst- und Kulturszene Augsburgs der letzten 50 Jahre, zeigen ein Stück Zeitgeschehen und erzählen von unterschiedlichen künstlerischen Positionen. Das H2 – Zentrum für Gegenwartskunst zeigt in Kooperation mit dem Kulturamt Arbeiten der Augsburger Kunstförderpreisträger in Ausstellungen und Präsentationen.

Seit seinem Bestehen ist der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg an 158 junge Künstler vergeben worden. Anfänglich als Nachwuchspreis für Bildende Künstler konzipiert, umfasst er mittlerweile fünf Sparten: Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Literatur und Musik. Die Sparte Musik ist wiederum in die Bereiche Interpreten Gesang, Instrumental, Komposition und Jazz gegliedert.
Der Großteil der Preisträger sind Bildende Künstler, an die der Preis seit 1958 vergeben wird. 1970 kam die Sparte Musik hinzu und seit 2005 werden Nachwuchsmusiker der Richtung Jazz unterstützt. 1980 folgten die Sparten Literatur und Architektur. Der Kunstförderpreis der Sparte Ballett wird seit 1987 vergeben. Nur in einem Jahr – 1975 – wurde der Preis aufgrund der wirtschaftlich problematischen Situation der Stadt ausgesetzt.

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